Rollator kaufen – Tipps zum Kauf eines Rollators

Wo gibt es den Rollator zu kaufen

Ursprünglich waren Gehilfen, Gehwagen und Rollatoren lediglich im Sanitätsgeschäft zu bekommen. Seit einigen Jahren bieten auch große Discounter regelmäßig Rollatoren als Aktionsware an.



Wird eine Gehhilfe vom Arzt verordnet, ist es ratsam diese im Sanitätsgeschäft zu kaufen, denn eine optimale Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse können dort individuell getätigt werden. Jedoch bietet die für einen Rollator gültige Europäische Norm „DIN EN ISO 11199 Teil 2“ auch bei Rollatoren, welche im Supermarkt gekauft wurden Sicherheit. Die „DIN EN ISO 11199 Teil 2“ hat seit Oktober 2005 Gültigkeit.

Was muss beim Kauf beachtet werden (Tipps zum Kauf), wie unterscheiden sich die Gehwagen?

Beim Kauf eines Rollators sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass dieser der gültigen Norm „DIN EN ISO 1119-2“ entspricht.

Zusätzlich sollten folgende Dinge vor dem Kauf überlegt und berücksichtigt werden:

  • Der Schiebegriff sollte sich auf die Körpergröße anpassen lassen. Optimal sollten diese sich etwa in der gleichen Höhe wie die Handgelenke befinden.
  • Das maximal zugelassene Gewicht darf auf keinen Fall überschritten werden, ebenso das Minimalgewicht. Hierbei sollten auch zusätzliche Gewichte wie z.B. dicke Kleidung oder der beladene Korb mit einberechnet werden.
  • Auch die Körpergröße sollte in die Kaufüberlegung mit einbezogen werden. Die meisten fahrbaren Gehilfen sind für Körpergrößen von 150cm – etwa 200cm geeignet. Personen die größer oder kleiner sind sollten sich im Sanitätsgeschäft dahingehen beraten lassen, ehe sie einen Rollator kaufen.
  • Auf welchem Untergrund wird der Gehwagen überwiegend genutzt? Der Gehwagen darf zu keinem Zeitpunkt die Bodenhaftung verlieren und muss auf  jedem Untergrund ohne erhöhten Kraftaufwand bewegt werden können.
  • Die Bremsen sollten leicht zu bedienen und an beiden Handgriffen vorhanden sein. Wichtig ist es auch, dass beide Bremsen unabhängig voneinander zu nutzen sind. Ein feststellen der Bremsen, um ein Fortrollen des Rollators zu verhindern, muss ohne großen Kraftaufwand und einfach möglich sein. Optimal sind hierbei geschlossene Bremsgriffe, die direkt an den Handgriffen montiert sind. Beim Zusammenklappen des Rollwagens dürfen die Bremskabel zu keiner Zeit eingeklemmt oder geknickt werden.Neben diesen Punkten ist es auch von Vorteil das Eigengewicht des Rollators mit in die Kaufüberlegung einzubeziehen. Der leichteste Rollator hat ein Gewicht von unter 7 Kg und der schwerste wiegt mehr als 10 Kg. Die Wahl des Gewichtes hängt unter anderem auch davon ab, von wem und wo der Rollator genutzt wird.

Indoor (Innenbereich) Rollator

Neben den Rollatoren für die sogenannte Outdoornutzung gibt es auch eine große Auswahl an Gehwagen, welche lediglich für die Nutzung innerhalb der Wohnung gedacht sind. Diese sind leichter und auch


schmaler als die Outdoormodelle, bieten jedoch die gleiche Sicherheit für den Senioren. Bei dem Indoorrollator ist die Sitzfläche meist durch ein Tablett ersetzt worden. Dieses ermöglicht dem mobilen Senioren ohne Probleme auch kleine Dinge innerhalb seiner Wohnung zu transportieren. Dieses ist z.B. bei einem Stock oder einem Gehbock nicht oder nur sehr schwer möglich.
Bei der Überlegung einen Gehwagen für den Innenbereich zu kaufen, so gilt hier besonders auf die Breite des Gehwagens zu achten. Da Zimmertüren je nach Bauweise des Hauses oder der Wohnung eine unterschiedliche Breite vorweisen, sollte diese vor dem Kauf ausgemessen werden. Gerade Neubauten haben oft schmalere Türen als Altbauten. In Wohneineinrichtungen für Senioren haben die Türen oftmals schon eine größere Breite von etwa 80 cm.

Rollator mit Hilfsmotor

Bisher gibt es für den Rollator noch keine elektrische Fahrhilfe, welche den Best Ager Senioren die Mobilität im Alter noch mehr vereinfachen könnte. Jedoch haben dieses Jahr zwei Realschüler aus Herford bei “Jugend forscht” einen elektrischen Hilfsmotor für den Rollator entwickelt und damit den 1. Preis im Bereich Technik gewonnen. In Zukunft ist somit ein zumindest Kurzfristig einsetzbarer Hilfsmotor für z.B. Steigungen oder ähnliche kraftaufwändige Hindernisse denkbar.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.